Status Quo
Das gesetzliche Rentensystem
Im gesetzlichen Rentensystem zahlen Versicherte den BeitragssatzBeitragssatz Der Beitragssatz entspricht dem Anteil des Bruttoeinkommens, das als Rentenbeitrag in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt wird. Aktuell liegt dieser bei 18,6%. (aktuell 18,6%) auf ihren Lohn und erhalten dafür Entgeltpunkte. Die Anzahl der Entgeltpunkte ist dabei proportional zum Lohn: beim Durchschnittslohn erhält man in einem Jahr einen EntgeltpunktEntgeltpunkt Das individuelle Jahreseinkommen wird durch das durchschnittliche jährliche Einkommen aller Versicherten geteilt. Dieses Durchschnittsentgelt liegt aktuell bei 51.944 € brutto im Jahr. Wer im Schnitt liegt, erzielt pro Jahr einen Entgeltpunkt (1,0). gutgeschrieben, während man beim halben Durchschnittslohn nur einen halben EntgeltpunktEntgeltpunkt Das individuelle Jahreseinkommen wird durch das durchschnittliche jährliche Einkommen aller Versicherten geteilt. Dieses Durchschnittsentgelt liegt aktuell bei 51.944 € brutto im Jahr. Wer im Schnitt liegt, erzielt pro Jahr einen Entgeltpunkt (1,0). bekommt.
Ab dem Renteneintrittsalter, das aktuell bis 2031 schrittweise auf 67 erhöht wird, erhält man pro EntgeltpunktEntgeltpunkt Das individuelle Jahreseinkommen wird durch das durchschnittliche jährliche Einkommen aller Versicherten geteilt. Dieses Durchschnittsentgelt liegt aktuell bei 51.944 € brutto im Jahr. Wer im Schnitt liegt, erzielt pro Jahr einen Entgeltpunkt (1,0). den aktuellen RentenwertRentenwert Der Wert der einem Entgeltpunkt entspricht. Dieser wird regelmäßig angepasst. Aktuell beträgt er 40,79 Euro für West- und Ostdeutschland. als monatliche Rente. Der RentenwertRentenwert Der Wert der einem Entgeltpunkt entspricht. Dieser wird regelmäßig angepasst. Aktuell beträgt er 40,79 Euro für West- und Ostdeutschland. liegt gegenwärtig bei ca. 40€ und wird jährlich mit der Rentenanpassungsformel angepasst.
Das Äquivalenzprinzip
Das sogenannte Äquivalenzprinzip schreibt vor, dass jeder EntgeltpunktEntgeltpunkt Das individuelle Jahreseinkommen wird durch das durchschnittliche jährliche Einkommen aller Versicherten geteilt. Dieses Durchschnittsentgelt liegt aktuell bei 51.944 € brutto im Jahr. Wer im Schnitt liegt, erzielt pro Jahr einen Entgeltpunkt (1,0). gleich bewertet wird: für höhere Beitragszahlungen erhält man proportional mehr Entgeltpunkte, und die monatliche Rente ist proportional zur Anzahl der Entgeltpunkte.
Das Problem
Wenn Renten von Geringverdienenden wie im Gedankenexperiment erhöht werden sollen, führt das Äquivalenzprinzip zu einer proportionalen Anhebung aller Renten (im Beispiel erhöht sich Max Rente auf 2.200€). Einige linke Parteien und Verbände fordern eine Erhöhung des RentenniveausRentenniveau Das Verhältnis zwischen der durchschnittlichen Rente und dem durchschnittlichen Einkommen. auf 53%, was ungefähr einer proportionalen Erhöhung aller Renten von 10% entspricht. Davon profitieren am stärksten Besserverdienende, obwohl die erklärte Intention ist, sich für Menschen mit geringen Renten einzusetzen. Mit der etablierten Interpretation des Äquivalenzprinzips, dass jeder EntgeltpunktEntgeltpunkt Das individuelle Jahreseinkommen wird durch das durchschnittliche jährliche Einkommen aller Versicherten geteilt. Dieses Durchschnittsentgelt liegt aktuell bei 51.944 € brutto im Jahr. Wer im Schnitt liegt, erzielt pro Jahr einen Entgeltpunkt (1,0). gleich bewertet wird, ist diese Wirkung nicht vermeidbar.
Das private Rentensystem
In der privaten Rentenversicherung zahlen Versicherte Beiträge in ein Altersvorsorgedepot ein und bilden so ein RentenvermögenRentenvermögen Ein Konzept aus der privaten Rentenversicherung, dass die Summe der eingezahlten Rentenbeiträge beschreibt. Auf Basis dieses Vermögens wird beim Renteneintritt durch den Rentenfaktor die monatliche Rente bestimmt.. Zum RenteneintrittRenteneintritt Der Übergang von der Erwerbstätigkeit in die Rente, etwa durch Erreichen des Renteneintrittsalters oder einer Erwerbsminderung. Es werden keine weiteren Rentenbeiträge eingezahlt, dafür wird eine monatliche Rente gemäß der aktuellen Rentenformel ausgezahlt. kann dieses Vermögen dann in eine monatliche Rente umgewandelt werden. Für die Rentenumwandlung ist der RentenfaktorRentenfaktor Ein Konzept aus der privaten Rentenversicherung, dass die monatliche Rente pro 10.000€ Rentenvermögen ab dem Renteneintritt angibt. Ein Rentenfaktor von 40 bei einem Rentenvermögen von 100.000€ entspricht einer monatlichen Rente von 400€. entscheidend: dieser gibt an, wie viel monatliche Rente pro 10.000 € Vermögen ausgezahlt wird. Bei einem RentenvermögenRentenvermögen Ein Konzept aus der privaten Rentenversicherung, dass die Summe der eingezahlten Rentenbeiträge beschreibt. Auf Basis dieses Vermögens wird beim Renteneintritt durch den Rentenfaktor die monatliche Rente bestimmt. von 100.000 € und einem RentenfaktorRentenfaktor Ein Konzept aus der privaten Rentenversicherung, dass die monatliche Rente pro 10.000€ Rentenvermögen ab dem Renteneintritt angibt. Ein Rentenfaktor von 40 bei einem Rentenvermögen von 100.000€ entspricht einer monatlichen Rente von 400€. von 30 würde man eine monatliche Rente von 300 € erhalten.